Mainz

Das auf ein römisches Doppellegionslager auf dem Kästrich zurückgehende Mainz erlangte im Mittelalter als Sitz eines Erzbischofs und späteren Kurfürsten große Bedeutung. Zudem sind zahlreiche Aufenthalte deutscher Könige und Kaiser nachweisbar; hier fanden Krönungen, Hoftage und -feste sowie Kirchensynoden statt. Mainz ist mit der seit dem 10. Jahrhundert nachgewiesenen jüdischen Gemeinde die älteste der drei SchUM-Städte.

Der Siedlungsraum mit einem weltlichen und einem kirchlichen Siedlungskern beschränkte sich bis ins 19. Jahrhundert auf den Bereich innerhalb des römischen Mauerrings. Ein breiter Grüngürtel sowie zahlreiche Kirchen und Klöster prägten lange Zeit das Stadtbild.

Mainz um 800

Mainz um 1250

Stadtmauer und Händlerviertel am Rhein um 800

Mainz, um 800, Gebiet um St. Quintin (Seg. G8) by AI_MAINZ on Sketchfab

Die Besiedlung um St. Quintin um 800

Haus- und Kirchentypen – symbolhafte Darstellung

Romanische Wohnbauten um 1200

Der Mainzer Dom in seinem Bauzustand um 1239

In diesem Jahr weihte Erzbischof Siegfried III. nach umfangreichen Um- und Neubauten, die durch schwere Beschädigungen des Vorgängerbaus nötig geworden waren, den Dom.

St. Johannis um 800 und 1200

St. Johannis, der „Alte Dom“ von Mainz, ist nach dem Trierer Dom die wohl zweitälteste Bischofskirche auf deutschem Boden.

St. Johannis um 1200

St. Ignatz um 1200

St. Ignaz liegt in der ehemaligen, südlich vor der Stadtmauer gelegenen Vorstadt Selenhofen, die erst im 13. Jahrhundert durch eine Stadterweiterung in den Mauerring mit einbezogen wurde.

St. Alban um 1200

Die 805 von Erzbischof Richolf geweihte Albanskirche zählt zu den größten Kirchenbauten im ostfränkischen Reich.