Mainz – Worms – Speyer

Drei mittelalterliche Städte im Zentrum Europas als Linked Data

Im Rahmen des Europäischen Kulturerbejahres 2018 SHARING HERITAGE fördert die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien das Projekt „Erstellung digitaler Stadtmodelle“ der Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz (GDKE).

Mit Hilfe digitaler 3D-Modelle werden die Städte Mainz, Worms und Speyer in den Zeitphasen um 800 und um 1200 dargestellt. Unter Berücksichtigung archäologischer, historischer  und bauhistorischer Zeugnisse sollen Wandel und Aufblühen dieser drei Städte am Rhein im Rahmen der europäischen Stadtentwicklung verdeutlicht werden. Zum Aufstieg der bürgerlichen Kommunen trugen ab dem Ende des 10. Jahrhunderts auch die jüdischen Gemeinden entscheidend bei.

Im Laufe des Projekts werden die digitalen 3D-Modelle in einer virtuellen Forschungsumgebung mit den zugrunde liegenden Quellen und Informationen als Linked Data vernetzt. So werden die Städte mit ihren einzelnen Bestandteilen in ihrer historischen Entwicklung nachvollziehbar wissenschaftlich dokumentiert und anschaulich präsentiert.

Das erste Modell: Der Mainzer Dom um 1239

Zum Projektauftakt wird als eines der zentralen Bauwerke der Stadt der Mainzer Dom in seinem Bauzustand von 1239 gezeigt. In diesem Jahr wurde der Dom nach umfangreichen Um- und Neubauten, die durch schwere Beschädigungen des Vorgängerbaus nötig geworden waren, durch Erzbischof Siegfried III. geweiht.
Die Arbeiten an den Stadtmodellen werden im nächsten Jahr mit weiteren digitalen Bauwerken, darunter die Kaiserdome von Worms und Speyer, fortgesetzt. 

Für die 3D-Modelle wird jedes Gebäudeteil einzeln rekonstruiert, die Teile werden dann zum Gesamtmodell zusammengefügt. Im Folgenden können Sie sich das Gesamtmodell des Mainzer Doms um 1239 sowie die einzelnen Gebäudeteile ansehen. 

Mainzer Dom mit Kreuzgang

1. Mainzer Dom, Kapelle St. Gotthardt

2. Mainzer Dom, Ostbau

3. Mainzer Dom, Langhaus

4. Mainzer Dom, Westbau

5. Mainzer Dom, Kapitelhaus

6. Mainzer Dom, Kreuzgang

Pro­jekt­för­de­rung durch


Laufzeit des Projekts

September 2018 - Dezember 2019